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Stundenprotokoll vom 03.11.2009

Für die heutige Sitzung sind von Frau Mettge, wie eingangs erläutert wird, folgende Punkte angedacht:

 

  • Einführung in die „Mace Debate“
  • Einführung in die „Public Forum Debate“
  • (anschließende) Abstimmung: Art der nächsten Debatte
  • Vorschläge und Auswahl praktikabler Themen

 

Nachdem die Schüler darüber unterrichtet worden sind, dass in der nächsten Woche keine Seminarfachsitzung stattfindet, beginnen die Mitglieder der Gruppe, die sich in den ersten Stunden über die sogenannte „Mace Debate“ informiert hatte, auch gleich damit, ihren Klassenkameraden Ablauf und Regeln ihrer Debatierform zu erklären.

Die wichtigsten Punkte werden im Folgenden angeführt:

Teilnehmer

Die Leitung der Debatte übernimmt der „Chairman“, Redezeiten und deren Einhaltung werden vom „Timekeeper“ überwacht.

Eine Jury von drei Personen bewertet nach Abschluss der Debatte, wie in der vorangegangen Version auch, die Redner und kürt einen Sieger.

Die Debatte selbst wird durch eine Pro- und eine Opposition ausgetragen, welche sich aus je 2-3 Mitgliedern zusammensetzen. Im Gegensatz zur vorher durchgeführten „Offenen Parlamentarischen Debatte“ gibt es keine fraktionsfreien Redner.

Publikum ist bei dieser Debatierform ausdrücklich erwünscht.

Ablauf der Debatte

Nachdem durch den „Chairman“ eine Begrüßung der Anwesenden stattgefunden hat und in das zu debatierende Thema eingeführt worden ist, beginnt der 1. Redner der Proposition und leitet damit die eigentliche Debatte ein. Auf seine Rede folgt die des 1. Oppositionsredners. Abwechselnd dürfen anschließend die zweiten sowie dritten Redner jeder Partei Argumente anführen und Gegenargumente entkräftigen.

Dabei erhält jeder Redner der Pro- bzw. Opposition für 7 Minuten das Rederecht.

Zwischenfragen der Gegenseite dürfen dabei erst ab der zweiten und bis einschließlich der sechsten Minute gestellt werden.

Nach insgesamt sechs Reden wird die Debatte für das Publikum geöffnet, welches eine Zeit lang Fragen stellen darf, auf die anschließend noch einmal durch einen Redner der Pro- und danach der Opposition reagiert und geantwortet werden darf.

Für die Beantwortung der Fragen aus dem Publikum stehen den beiden Rednern dabei jeweils 4 Minuten zur Verfügung.

Abschließend ist es an der Jury, nach kurzer Beratung eine der beiden Parteien als Sieger zu benennen.

 

Nachdem noch offene Fragen der Schüler geklärt worden sind, beginnt auch schon die zweite Gruppe, die die „Public Forum Debate“ ( oder auch „Crossfire Debate“ ) erarbeitet hatte, damit, ihre Form den Anderen vorzustellen.

Wie in den Formaten zuvor, gibt es auch bei der „Public Forum Debate“ zwei Parteien, die allerdings nicht als Pro- und Opposition, sondern lediglich als „Team A“ und „Team B“ bezeichnet werden und aus jeweils zwei Personen bestehen.

Welches der Teams die Pro- und welches die Contra-Gruppe darstellt (dies wird nicht im Vorfeld festgelegt), kann auf zwei unterschiedliche Weisen ermittelt werden.

Zum einen kann eine Vordebatte eingeleitet werden, bei der von beiden Seiten Pro- und Contra-Argumente spontan erbracht werden müssen und das Sieger-Team anschließend entscheiden darf, ob es bei der folgenden Debatte die Pro- oder die Contraseite darstellen möchte.

Zum anderen kann auch ein einfacher Münzwurf die Positionen verteilen.

Ablauf der Debatte

Der Einfachheit halber wird der Ablauf im Folgenden stichpunktartig festgehalten (Redezeiten in Klammern)

  • 1. Sprecher A            (4)

}   jeweils Erbringen von Thesen und ersten Argumenten

  • 1. Sprecher B            (4)
  • Crossfire*                 (3)
  • 2. Sprecher A            (4)

}   jeweils Anführen weiterer Argumente

  • 2. Sprecher B            (4)
  • Crossfire*                 (3)
  • 1. Sprecher A            (2)

}   jeweils zusammenfassende Reden

  • 1. Sprecher B            (2)
  • Grand Crossfire **     (3)
  • 2. Sprecher A            (1)

}   jeweils Schlusswort

  • 2. Sprecher B            (1)

 

* Beim Crossfire dürfen jeweils die beiden Sprecher, die zuletzt ihre Rede gehalten haben, das Thema in direkter Konfrontation ausdiskutieren, wobei jeder der beiden zu Wort kommen muss.

** Beim Grand Crossfire dürfen, im Gegensatz zum reinen Crossfire, alle Redner beider Teams am offenen Disput teilnehmen.

 

Geleitet wird die „Public Forum Debate“ durch einen Spielleiter, der gleichzeitig auch als Timekeeper fungiert. Über eine Jury wird seitens der Vorstellenden keine Angabe gemacht.

 

Nun, da zwei neue Formen der Debatte in Einzelheiten kennengelernt worden sind, treffen die Schüler in einer von Frau Mettge eingeleiteten Abstimmung die Entscheidung, die „Mace Debate“ als nächste Form auszuprobieren.

Anschließend gilt es, praktikable Themen zu finden und die Tafel füllt sich nach und nach mit interessanten Vorschlägen.

Nachdem einige der insgesamt 15 zur Auswahl stehenden Themen gestrichen werden, da ein Teil der Schüler sie für unbrauchbar hält, erhält jeder drei Stimmen, die er auf beliebige Vorschläge seiner Wahl verteilen kann.

Folgendes Ergebnis ergibt sich (Anzahl der Stimmen in Klammern):

·        (14) Todesstrafe für Kinderschänder und Mörder?

·        (12) Elternführerschein?!

·        (11) Schulfach „Benehmen“

·         (8)  Sollte man sich seine Schulfächer aussuchen dürfen?

·         (4)  Abitur in 12 Jahren

·         (3)  Sollte der Staat die Kosten für Tampons übernehmen?

·         (2)  Sprachtest vor der Einschulung

·         (2)  Sollte man die Verbeamtung für Lehrer (Kündigungsschutz) aufheben?

·         (2)  Gentest für potentielle Eltern?

 

Damit stehen die vier Themen, die für die nächsten Debatten verwendet werden sollen, fest.

Ihre Reihenfolge richtet sich nach Anzahl der erhaltenen Stimmen.

Bevor der Unterricht jedoch geschlossen wird, müssen nun noch Mitglieder der Pro- und Opposition, eine Jury und ein Chairman sowie ein Timekeeper gefunden werden, doch die Bereitschaft, eine dieser Aufgaben zu übernehmen ist relativ groß.

Schon nach kurzer Zeit stehen die Rollen wie folgt fest:

Proposition:   Sandra, Sarah, Jane

Opposition:    Natascha, Farina, Fabienne

Chairman:     André

Timekeeper:  Roman

Jury:             Elisabeth, Simon, Melissa

 

 

 

 

*** Anmerkungen

 

„Todesstrafe für Kinderschänder und Mörder?“ – Das Thema ist gut. Bin mir sicher, dass man Argumente für und gegen eine solche Strafe finden kann.

Schade nur, dass ich zum Zeitpunkt der Debatte nicht an der Seminarfachsitzung teilnehmen kann und sie damit verpasse. Gerade so ein Thema hätte mich mal interessiert..

Naja, ansonsten – zwei mehr oder weniger neue Debatierformate kennengelernt.

„Crossfire“ hört sich auf jeden Fall spannend an. (:

Schauen wir mal, wie’s wird.

 

 

3.11.09 22:09
 


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